Der Universalentproblematisator

Nov 2007

 

Sie ist voller Probleme die Welt,
täglich ist man vor Probleme gestellt.

Ein verkannter Erfinder findet es dumm,
brütet über der ultimativen Problembehebung.

Mühevolle Jahre vergehen mit Forschungsarbeit.
Dann aber lässt sich sagen: Na endlich ist es so weit.

Vom Reißbrett kommt es gleich direkt zur Realisation,
quasi problemlos ist die Menschheit schon.

Da steht er: der Universalentproblematisator,
derart komplex, die Medien verlieren dran Aug und Ohr.

Der Erfinder verwünscht höchstpersönlich diese Kiste,
ja wenn er das Ding doch nur zu bedienen wüsste.

Er kriegt es doch noch zur Problembehandlung.
Das Gerät aber wenig löst, mehr umwandelt.

Bald findet ein Schrotthändler unerhört,
dass es ihm seine Presse zerstört.

 

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2 Kommentare

  1. Helmut Maier

    Der Versuch das Ei des Kolumbus zu finden?

    Liebe Grüße
    Helmut

  2. Veit Pakulla

    Sozusagen, Helmut! Die Textform des Gedichts zeichnet ungenau ein komisches Ding, das es nicht geben kann. Es sagt im Wesentlichen aus – hoffentlich auf eine Art, die andere lustig finden wie ich –: Derjenige, der eine Komplettlösung, am besten für alles, anstrebt oder Probleme um jeden Preis vermeiden, deswegen keine mehr haben will, hat ein großes Problem. Probleme lösen tut nämlich gut! Dafür sind sie ja da! Es sei denn, sie wachsen einem über den Kopf.

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