kritisch

Spekulatius börsianus

Sep 2011

Schon wieder bricht ein Spekulatius unter einem Knacks,
verspekuliert über Wall Street mithilfe von Goldman Sachs.
Jemandem schmecken sollte er. Für einen halben Cent.
So ein geschmackloses Ende!
Zusammen mit all dem anderen Verspekulat
bildet sich nicht mal ein Haufen,
einer wie man sonst überproduziert hat,
aus dem zumindest Zimt abstauben verwöhnte Raupen,
bevor der Überschussvernichter vollzieht seine Tat.

Schon wieder bricht ein Spekulatius unter einem Knacks.
Hier langsam spekuliert man, ob er ihn selbst verursacht.
Zu hören eher ein Kracks, es fast zu sehen von alledem,
was permanent vor sich geht in börslichem Weltgeschehen.
Der Spekulatius vielleicht schlau am Drehen. Na die Sache,
mit der sich Genussschein an ihm jetzt wieder vervielfache!
Von ihm endlich wieder mindestens vermehrfachen lasse!
Es spekulieren Spekulatius mit vielfältigen Spekulatius
auf Spekulatius. Prinzipiell klar, wer abkriegt was woraus
unter Knacksen oder mit oder bloß ohne Dazus.

Mit ein paar Sachen

Apr 2011

Ein Zipfel meiner coolen Lederjacke,
unterm Reißverschluss, wenn ich sie offen trage,
gibt mir ein sicheres Gefühl,
weil ich am Zuziehschniepel rühr.
Er klein, es kaum zu sehen, ganz tapfer.
Na ja, so männlich sicher wie ich stapfe.
Und mancher Rock ist kühl.
Ich spreche nicht von der Musik.
Aber auch von manchem Rock in Jeans.

Faule Gedanken-Ei-Gräte

Apr 2011

 

Mir kocht die Stirn,
ich presse mir das Hirn
aus!
Keineswegs durch die Poren!
Der beste Saft ginge verloren,
da Chaos
mit Holz, Wasser oder Schmalz
hier arbeitet sowie verbreitet schallends
nach außen
wanke Gedankengefildegebilde,
ausweichintensive Drüsenmuffelvotive,
die bestaunt
werden unter Dank können –
Gedanken, die kaum anders ausflöhen.
Eins drauf
auf,
was Welt anhaucht
als Harzer Knobbärlauch.

 

Das Leben erleichternde Themen

Feb 2011

Wieder heute muss ich filtern,
um nicht zu schultern
Massen lebenserleichternder Themen!

Wo ist da das Problem?:
Gelassenheit machbarer als ehedem.
Beschäftigt sein mit allem Möglichen.
Irgendwo sich Sinn geben.
Womit man sich halt findet.
Ganz so einfach nicht gesagt.
Manches bleibt, wie auch immer, gewagt.

Singlewahl

Dez 2010

Ob Singlemann des Monats,
ob Singlemann des Jahres;
hätt’ ich auch ’ne Chance,
mir wär’s nicht so das Wahre.

Wie sollt’ ich aus dem Frauenschwarm
in meine engere Auswahl filtern all die Damen,
die sich für Mister Wettbewerb interessierten,
mich vielleicht sogar gleich schon mal begehrten?

Ständig müsst’ ich meine Wahl verfeinern,
bis, alle andern zu enttäuschen mir Leid getan,
eine Auserwählte, die besser daran täte mich zu wählen,
möglicherweise dabei wär’ – entscheidungsfreudiger.





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