Eine Sicht
Ich steige nicht
hinter Einsicht,
nehme sie, berührt
im Vorbeiziehen.
Wo man steht,
Weg.
von Veit Pakulla
Ich steige nicht
hinter Einsicht,
nehme sie, berührt
im Vorbeiziehen.
Wo man steht,
Weg.
Grünende Bäume und Parkwiesen geben mir Geleit,
herrlich warm die Lüftchen in der Blütezeit,
in denen Pusteplusterlein ihr Gemach aufzeigen,
mehr noch schimmern jene eigentlich unsichtbar kleinen.
Ein Hoch auf die Natur, voller wunderschöner Reize!
Wen jucken meine Nasenschleimhäute!
Rachenkribbeln nehme ich inzwischen lässiger an.
Hatschis manche Blume bewässern.
Einen Versuch ist es alljährlich wert:
Naturliebe ganz ohne Mittel, unbeschwert.
Gut gelaunt spaziere ich zur kleinen Apotheke,
die unser Park neben dem Eisstand saisonal bietet.
Pillen schwellen Stellen ab,
kippen hohe Viruslast,
harmonisieren hormonelle Raster,
sind Pflaster unheilem Unsichtbaren;
selten tarieren auf transzendent erfahren.
Keine wie auch Wirkungen unerwünscht daneben
dürften an Pillen, wenn genommen, liegen.
Dennoch! Häufig helfen sie!
Helfen stellvertretend oder als Einzige.
Rundliche bis längliche Kompaktmedizin,
erst manchem Überwindung, dosiert griffbereit wem
sie als Wegesrandbrücke, als diskrete Krücke dienen
hin zum Ohnegehen. Länger drauf angewiesen?
Hauptsache weniger pulverisiert mit ihnen.
Ein Zipfel meiner coolen Lederjacke,
unterm Reißverschluss, wenn ich sie offen trage,
gibt mir ein sicheres Gefühl,
weil ich am Zuziehschniepel rühr.
Er klein, es kaum zu sehen, ganz tapfer.
Na ja, so männlich sicher wie ich stapfe.
Und mancher Rock ist kühl.
Ich spreche nicht von der Musik.
Aber auch von manchem Rock in Jeans.
Frech kommt weiter,
soweit er
die richtigen Grenzen erwischt,
vorausweichlich kriegt keine gewischt,
Frauenreißaus, auch leises, vermeidet in Aussicht
auf die sonst zimperlich Gelangweilte,
der er also nicht zu nahe tritt,
mit ihr landet im Bett.
Meistens kommt er lediglich frech.